Ein paar Impressionen: OwnCube

Kennste OwnCloud? Nö? Dann hau ab. Alle anderen hergehört:

Irgendwie verspürte ich heute mal wieder das dringende Bedürfnis mit Geld um mich zu werfen. Neben etlichen Apps und neuen Schuhen hab ich mir mehr oder weniger durch Zufall einen Premium-Account bei OwnCube geshoppt. OwnCube ist ein OwnCloud-Provider der aktuell noch auf OwnCloud 3 aufsetzt (Update auf OwnCloud 4 sollen mit der 4.0.1 kommen) und mit seinen Preisen durchaus zu entzücken weiß. So kann man zum beispiel für 1,50€ im Monat 25GB Storage im OwnCube bekommen. Bei den Jungs von OwnCube kommen davon nur irgendwie dank PayPal Gebühren 1,10€ an, ich bezweifel zwar das sie mit diesem Angebot lange überleben können aber der Preis ist auf jeden Fall top. Alle weiteren Preismodelle könnt ihr hier einsehen. Wenn ich mich nicht täusche gibts auch 5 GB für Umme. Die Pakete beruhen auf dem Prepaid-Prinzip, heißt also zahlste nichts bekommste auch nichts. Man kann, wenn man will, auch direkt ein Abo bei PayPal abschließen, dann muss man sich um nichts bekümmern und das Abo läuft bis in alle Zeit bzw bis die Firma pleite ist. Die maximale Dateigroßenbeschränkung liegt zumindest bei meinem Paket bei 2GB, es gibt aber auch Pakete mit FTP-Update, dort gibt es dann keine.

Der Bestellvorgang ist ein kleines wenig abenteuerlich, es empfiehlt sich vorher einen Free-Account zu erstellen, der wird dann einfach geupdatet. Sonst müsst ihr warten bis sich der Support melden.

(Wenn etwas auf den folgenden Bilder kaputt erscheint liegt das nicht etwa daran das OwnCube kaputt ist sondern das der Internet Explorer scheiße ist.)

Die Startseite von OwnCube wirkt aufgeräumt und saubern. Man gewinnt schnell eine Übersicht über die vorhandenen Dateien und kann bequem zwischen den Ordnerebenen hin- und herschalten.

Ein Klick auf die Datei öffnet die Datei. In meinem Beispiel handelt es sich hierbei um ein Bild. OwnCube kann unter anderem auch PDF’s und bald mit der neuen Version auch ODF’s öffnen.

Wenn man mit dem Mauszeiger über eine Datei fährt bekommt man verschiedene Funktionen präsentiert. Unter anderen lässt sich dort die Datei auch per Link sharen.

Um Dateien hochzuladen kann man entweder diese über das Webinterface in den OwnCube transferieren, den Client für Windows, Mac, Linux, Android und bald auch iOS verwenden oder die Datei von einem anderen Server herunterladen. Zudem kann man Daten per Webdav syncen.

Musik, welche man in seinen OwnCube kopiert hat werden alle in dem Reiter “Music” dargestellt. Dort kann man Playlists erstellen und die Musik dann einhören. Die Musik spielt auch weiter wenn man im OwnCube weiterwandert.

Der Kalender gibt eine kalendertypische Übersicht über anliegende Termin und Dringlichkeiten. Mit einem Klick auf einen Tag lässt sich ein neuer Termin erstellen.

In der Gallerie werden ähnlich wie beim Musik-Reiter alle Bilder, die sich im OwnCube befinden an einem Ort gebündelt und nach Ordnern sortiert. Mit einem Klick auf ein Vorschaubild öffnet sich die bereits aus der Übersicht bekannte Ansicht.

Zudem kann man noch Notizen, Lesezeichen und Kontakte verwalten. Letztes lässt sich gemeinsam mit dem Kalender auch per Cal- und CardDAV mit eigenen Geräten synchronisieren.

Wie bereits oben erwähnt kann man auch, wenn man, ähnlich wie Dropbox Dateien mit Hilfe des OwnCloud Desktop-Sync von seinem Computer auf den OwnCube synchronisieren. Dies funktioniert in einem ersten Test schon recht gut, der Client hat allerdings noch einige Kinderkrankheiten.

OwnCube meint mir gegenüber das alle Daten auf den Servern mit einer TrueCrypt-Lösung vor den Blicken anderer und natürlich auch den Blicken der OwnCube-Mitarbeiter geschützt wären. Das wäre dann sicherer als Dropbox, dort haben Mitarbeiter zumindest theoretisch Zugriff auf die Daten. Zudem ist OwnCube in Österreich beheimatet womit in Sachen Datenschutz sowieso der europäische Standard herrscht.

Fazit: Wer nicht auf den 1Password-Sync angewiesen ist (oder generell Dienste die über Dropbox syncen) und keine Angst davor hat einen Newbie auf den Cloud-Markt zu testen kann bei OwnCube eigentlich nichts falsch machen. 1,50€ sind schnell eingeworfen und wenn es einem doch nicht gefällt kann man direkt wieder kündigen.

Nachtrag: OwnCube bat mich noch einige Dinge nachzutragen und ich ergänze auch noch ein paar Punkte.

  • Mir wurde unmissverständlich mitgeteilt das die Daten auf den Servern verschlüsselt und auch vor den Blicken der OwnCube-Mitarbeiter geschützt sind.
  • Meine kleine PayPal-Rechnung mit 1,10€ stimmt zwar, stört aber das Geschäftskonzept nicht. Wie man mir mitteilte habe man mehr als 80% Firmenkunde und Leute, die das größere Adminpaket mieten. So könne man sich die günstigen Preise für das Single-Paket leisten.
  • Die Preise von Dropbox sind aus Sicht der OwnCube-Betreiber völlig überzogen.
  • Man teilte mir nochmal eindringlich mit das man niemals Server außerhalb der EU oder in den USA mieten würde um so den Datenschutz zu wahren.
  • Die durchschnittliche Antwortzeit des Supportes beträgt 1 Stunde und 54 Minuten, wenn man nervige Fragen stellt wie ich kann es doch etwas länger dauer.
  • Das von OwnCube verwendete Music-Plugin von OwnCloud lässt meinen Chrome in schöner Regelmäßigkeit abschmieren. Ein Flashblocker hilft.

Zudem kann man, wenn man will, @OwnCube auch auf Twitter folgen und dort Dinge fragen und natürlich keine News verpassen. OwnCube hat diese Rezension netterweise auf ihrer Seite verlinkt und mich dabei ganz nebenbei zum Österreicher gemacht. :D Lässt die Domain natürlich vermuten, wie das Impressum aber aussagt bin ich Deutscher. Die Domain hab ich nur wegen der E-Mailadresse (siehe Sidebar).